Wracktauchen

Das Wrack der Peltastis

Das Wrack wird mit dem Tauchboot in ca. 10 Minuten erreicht. Es liegt küstennah in der Nähe des Ortes Silo.

Das Schiff ist ca. 60 Meter lang und befindet sich auf Tiefen zwischen 16 und 32 Meter. Die Durchschnittstiefer während des Tauchgangs beträgt ca. 25 Meter.

Der Tauchgang beginnt an einer Boje, die mit einem Seil entweder mit der Brücke oder dem Mittelmast verbunden ist. Von dort aus kann man bequem während eines Tauchgangs das komplette Wrack umtauchen. Interessant is der Bugbereich, an dem unzählige Röhrenwürmer ein neues Zuhause gefunden haben und viele Winden und Abluftrohre Gelegenheit geben um neues zu entdecken. Bei den Laderäumen oder im Heckbereich erwischt man des öfteren einen der großen Congeraale die tagsüber meist aus Belüftungsschächten herausschauen. Die Schraube liegt auf 32 Metern im weichen Sediment. Große Fischschulen habe sich am Wrack angesiedelt, die einen schon beim abtauchen im 15 Meter Bereich erwarten.


Die Geschichte der Peltastis (Grk)

Am 4. Januar 1968 lief die Peltastis in Rijeka ein, wo sie 500t Erz und 60t weitere Fracht löschte. Danach lief sie den kleinen Hafen von Jurjevo (nahe Senj) an. Am Morgen lud sie 500m3 Holz. Kurz nach der Verladung verschlechterte sich das Wetter zusehends. Der Kapitän entschied den nicht sehr sicheren Hafen zu verlassen und Richtung Crikvenica in See zu stechen.

Nahe Crikvenica wurde Anker geworfen. Der Kapitän hoffte das, mit laufendem Motor, verankerte Schiff so durch den Sturm zu bringen. Doch Sturm und Seegang wurden während der Nacht immer stärker. Zwei Stunden bevor sie sank, wurde die Peltastis von 200Km/h schnellen Böen der Bora (ein Wind in dieser Gegend) losgerissen. Der Grund dafür war, dass der Meeresboden hier sandig ist und der Anker keine Möglichkeit hatte sich festzukrallen. Nach zweistündigem Kampf mit Wind und Wellen zerschellt sie am 8. Januar 1968 gegen 4:30 Uhr vor der Insel Krk in der Nähe des Ortes Silo und nahm KapitänTheodoros Belesis mit sich. Es war des Kapitäns freie Entscheidung. Von den 12 Matrosen, die über Bord sprangen, überlebten nur 4.

Ein paar Monate später besuchten Taucher aus Crikvenica das Wrack. Im Kartenraum fanden sie den aufrecht treibenden Körper des Kapitäns. 10 Monate nach dem Untergang wurde er geborgen und auf dem Kozala-Friedhof in Rijeka beigesetzt.

Weil das Schiff unter griechischer Flagge fuhr, nennen es die Einheimischen auch Grk (der Grieche).